Die Sache mit dem Scanner

So ein Scanner fristet ja in den meisten Fällen ein tristes Dasein in unseren Arbeitszimmern.

Aber das muss nicht so sein: man kann ihn auch für sinnvolle Dinge benutzen und da bleibt ja nur mit dem Scanner Bilder zu erstellen.

Jetzt war ich nicht die Erste, die diese Idee hatte und so konnte ich im Netz vorab ein paar Infos und Inspirationen sammeln (Links am Schluss).

Was man über die Scanografie wissen sollte?

Die Begrifflichkeit kommt, wie sollte man es auch anders vermuten, aus dem englischen „to scan“, was abtasten/ untersuchen heißt. Als „Scan“ werden umgangssprachlich aber eher die bildgebenden Verfahren in der Medizin verwendet.

Der erste Scanner, der Klischograph, wurde 1951 von Rudolf Hell entwickelt. Bereits 1971 gab es das erste vollständig digitale Modell. Diese ursprünglichen Modelle besitzen noch die sogenannte Trommeltechnik, welche aber aus Kostengründen heutzutage keine Verwendung mehr findet.

Die Modelle, die jeder von uns kennt und welche für den täglichen Gebrauch genutzt werden, basieren auf der CCD-Technik. CCD steht dabei für Charged-Coupled Device und heißt nichts anderes als Ladungstransport-Speicher. Mithilfe eines beweglichen Schiebers, welche mit der Lichtquelle und den CCD-Zellen ausgestattet ist, wird das Dokument (oder was auch immer man auf dem Scanner hat 🙂 ) abgetastet.              Das Bild, immer Objekt und Hintergrund, wird also sukzessiv aufgenommen.

Die Linse selbst ist zylindrisch, was zu einer zusätzlichen Verzerrung führt.

Okay, genug Basics. Die Lichtquelle, die der Scanner demnach mitbringt, ist die kleine Lichtquelle am Schieber, die lediglich dazu gedacht ist Text und Bilder abzulichten. Bei 3-D Objekten muss man beachten, dass man eventuell zusätzlich beleuchten muss. Bei vielen Scannern gibt es aber die Möglichkeit die Beleuchtung intern einzustellen.

Es ist natürlich gerade diese Optik mit extrem geringer Schärfentiefe und Beleuchtung, die den Reiz an der Arbeit mit dem Scanner ausmacht. Selbst mit viel digitaler Nachbearbeitung kann man den Effekt kaum nachahmen.

Für ein gelungenes Scanographie-Bild ist aber noch ein weiterer Punkt wichtig und zwar die Auflösung. Für größere Objekte ist eine Auflösung von 300 dpi zu empfehlen. Im Allgemeinen würde ich aber sagen unter 300dpi: Finger weg. Nach oben ist die Skala allerdings offen und erlaubt es auch seine Werke in gr0ßen Vergrößerungen präsentieren zu können.

Hier noch schnell zwei kleine Beispiele, wie sich die interne Scannerbeleuchtung auf der Bildergebnis auswirkt:

1.) normal     2.) stärkere Beleuchtung (+4)

Zum Schluss noch ein paar Links mit schönen Bildern und Anregungen zur Arbeit mit dem Scanner 🙂

1.)  Scanographie bei kwerfeldein

2.) klar, darf nicht fehlen: WIKI 🙂

3.) Silverfast

4.) auf flickr gibts natürlich auch die ein oder andere Gruppe

5.) Scanart bei Suite101

in diesem Sinne Ahoi!

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